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Sentinel Lymphknoten Biopsie

Ein Sentinel-Lymphknoten ist der erste (order die ersten) Knoten der Achselhöhlen, welche als erste im Lymphabflussgebiet des Tumors liegen. Wird demnach Krebs in der Brust identifiziert, kann dieser über die Brust-Lymphgefäße in die Lymphknoten der Achselhöhle austreten. Aus diesem Grund überprüfen Chirurgen routinemäßig die Achselhöhle, wenn Frauen aufgrund eines invasiven Brustkrebses operiert werden. So kann festgestellt werden, ob sich der Krebs auf die Lymphknoten ausgebreitet hat oder nicht. Diesen Eingriff bezeichnet man als eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie.

Wie Läuft Der Eingriff Ab?

Um die Sentinel-Lymphknoten zu identifizieren, wird vor einer Lumpektomie oder Mastektomie entweder ein blauer Farbstoff, ein radioaktiver Indikator oder aber beides in die Brust injiziert. Der Farbstoff und/oder Tracer dringt in die Achselhöhle und färbt durchschnittlich zwei der Lymphknoten hellblau bzw. radioaktiv, wenn der radioaktive Indikator verwendet wird. Diese sind die Sentinel-Lymphknoten und werden durch einen kleinen Einschnitt der Achselhöhle entfernt und schließlich von einem Pathologen untersucht. Auf diese Weise wird festgestellt, ob sich der Krebs von der Brust auf die Lymphknoten ausgebreitet hat.

Hat sich der Krebs nicht ausgebreitet, so sind die Sentinel-Lymphknoten „negativ“ und weisen auf Brustkrebs im Frühstadium hin. Hat er jedoch auf die Knoten gestreut, so sind diese als „positiv“ zu bezeichnen. Dementsprechend müssen zusätzliche Behandlungen in Betracht gezogen werden: Weitere Operationen, eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie. Im Jahre 2011 machten Dr. Armando Giuliano et al. eine bemerkenswerte Entdeckung, welche dazu führte, dass ein großer Teil der Chirurgen keine weiteren Achselhöhlenlymphknoten entfernen, auch wenn Krebs in den Sentinel-Lymphknoten identifiziert wird. Inzwischen empfehlen wir, lediglich die noch verbliebenen Lymphknoten bestrahlen zu lassen (in den meisten Fällen), da keine signifikanten Unterschiede in der Gesamtüberlebensrate der Frauen vorliegen, wenn alle Lymphknoten entfernt werden bzw. die restlichen mit Krebs befallenen Lymphknoten erhalten bleiben und ausschließlich durch eine Strahlentherapie behandelt werden.[i]

Noch vor den Anfängen einer derartigen Biopsie entfernten die Chirurgen alle Lymphknoten der Achselhöhle, um zu gewährleisten, dass der Krebs nicht weiter gestreut hat. Diese sogenannte Axillarknotendissektion führte jedoch bei etwa 84% der PatientInnen zu Komplikationen wie Schmerzen, einem Taubheitsgefühl, einer Armschwellung (Lymphödem), Flüssigkeitsansammlungen (Serome), einer eingeschränkten Armbewegung und Infektionen.[ii][iii][iv] Eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie hingegen reduziert diese Komplikationen auf unter 10%.[v][vi]

Verweise

[i] Giuliano AE, Hunt KK, Ballman KV, et al. Axillary dissection vs no axillary dissection in women with invasive breast cancer and sentinel node metastasis: a randomized clinical trial. JAMA. 2011;305:569–575

[ii] Warmuth MA, Bowen G, Prosnitz LR et al. Complications of axillary lymph node dissection for carcinoma of the breast: a report based on a patient survey. Cancer 1998; 83:1362-8.

[iii] Ivens D, Hoe AL, Podd TJ, Hamilton CR, Taylor I, Royle GT. Assessment of morbidity from complete axillary dissection.  Br J Cancer. 1992;66(1):136-138

[iv] Yeoh EK, Denham JW, Davies SA, Spittle MF. Primary breast cancer: complications of axillary management.  Acta Radiol Oncol. 1986;25(2):105-108

[v] Wilke, Lee Gravatt, et al. “Surgical complications associated with sentinel lymph node biopsy: results from a prospective international cooperative group trial.” Annals of surgical oncology 13.4 (2006): 491-500.

[vi] Mansel RE, Fallowfield L, Kissin M, et al. Randomized Multicenter Trial of Sentinel Node Biopsy Versus Standard Axillary Treatment in Operable Breast Cancer: The ALMANAC Trial. Journal of the National Cancer Institute 2006 May 3;98(9):599–609.

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